Dienstag, 16. Februar 2010

Gastfamilie werden

(Quelle: http://www.grenzenlos.or.at/page/images/ICYE-Exchangees-08.jpg)


In Mexiko, meinem Gastland, und in allen anderen Ländern, in die deutsche Freiwillige entsendet werden, kümmern sich Partnerkomitees um Gastfamilien oder andere Wohnsituationen für uns Freiwillige. Der ICJA ist eine AUSTAUSCHorganisation - so wie viele deutsche Freiwillige in anderen Ländern ihren Freiwilligendienst leisten, kommen auch viele internationale Freiwillige für ein Jahr nach Deutschland. Auch in Deutschland brauchen wir Gastfamilien, damit das Austauschprogramm nicht zur Einbahnstraße wird und nur deutsche Freiwillige die Möglichkeit haben, Erfahrungen im Ausland zu sammlen.                                                                   
Gastfamilie sein - wieso?
Gastfamilie zu sein heisst, ein Familienmitglied „auf Zeit“ bei sich aufzunehmen. Es bedeutet, einem jungen Menschenaus einem anderen Land Tür und Herz zu öffnen. Ihr habt die Gelegenheit, Euch intensiv mit einer anderen Kultur auseinander zu setzen und dadurch Deutschland mit anderen Augen zu sehen.Oft entstehen so Freundschaften fürs Leben.

Gastfamilie sein - kann ich das?
Der Gedanke, für ein ganzes Jahr einen Sohn oder eine Tochter "auf Zeit" in der Familie zu haben, mag zunächst recht ungewohnt sein. Doch zeigte die Erfahrung vieler bisheriger Gastfamilien, dass die größte Schwierigkeit der Entschluss selbst ist, einen jungen Menschen aufzunehmen.

ICJA fasst den Begriff „Gastfamilie“ weit. So können nebst Familien auch Alleinstehende, kinderlose Paare, Wohngemeinschaften, etc. einem Volunteer ein Zuhause bieten. Es ist nicht nötig, dass (noch) Kinder zu Hause leben. Ihr müsst auch nicht immer zu Hause. Es wird nicht verlangt, dass Ihr ein riesiges Haus habt. Die Volunteers kommen aus anderen Ländern, wo z.T. sogar das Bett geteilt wird. Ein Bett, ein offenes Herz und Ohr und Interesse für andere Menschen genügt! Wichtig ist auch, dass alle Familienmitglieder einverstanden sind, jemanden aufzunehmen.

Wer sind die Volunteers?
Die Freiwilligen sind zwischen 18 und 28 Jahre alt. Manche kommen aus ärmeren, manche aus reicheren Verhältnissen. Sie haben eine Schule abgeschlossen, einige haben schon Arbeitserfharung sammeln können. Die Volunteers kommen nicht als Au-Pairs oder Touristinnen/Touristen nach Deutschland. Während ihres Aufenthalts leisten sie Freiwilligenarbeit und wohnen in einer Gastfamilie oder direkt im Projekt. Somit gewinnen sie einen vertieften Einblick in eine andere Kultur.

Wie steht es um die finazielle Seite?
Ein Austauschjugendlicher ist nicht teurer als ein eigenes Kind; für Kleidung, Ausgaben bei Reisen, Klassenfahrten und manches andere sind die Gasteltern nicht verantwortlich. Die leiblichen Eltern und der ICJA sind grundsätzlich für alle größeren Ausgaben zuständig. Gegen Krankheit und Unfall sind die Jugendlichen in ausreichendem Maße versichert. Außerdem besteht eine Haftpflichtversicherung, um möglichst jedes Risiko zu vermeiden.

Wie werde ich vom ICJA unterstützt?
Eine persönliche Begleitung während des Austauschjahres gehört dazu. Alle Volunteers, die nach Deutschland kommen, wurden vom ICYE-Komitee (Partnerkomitees in den einzelnen Ländern) ihres Heimatlandes ausgewählt und auf das Austauschjahr vorbereitet. Auch die Gastfamilie wird von ICJA vorbereitet. In einem persönlichen Gespräch diskutieren wir über Ihre und unsere Erwartungen und klären eventuelle Unsicherheiten. Während des Austauschjahres stellt der ICJA eine persönliche Betreuerin / einen persönlichen Betreuer mit Austauscherfahrung zur Seite. Er/sie hilft Euch bei Problemen und Fragen und bleibt in ständigem Kontakt . Auch die Volunteers haben eine persönliche Betreuungsperson.

Wenn Ihr Interesse habt und/ oder einen Freiwilligen aufnehmen wollt:
Wenn Ihr Lust habt, einen Freiwilligen bei Euch aufzunehmen oder Euch dazu erstmal informieren wollt, dann schreibt mir und ich stelle den Kontakt mit dem ICJA her. Ihr könnt Euch auch dirket an den ICJA wenden.

Dienstag, 26. Januar 2010

"BUY A DAY"

Mit dieser Aktion kannst Du einen Tag meines Dienstes unterstützen!

Meine Entsendeorganisation ICJA finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Einzelspenden, damit ermöglicht sie insbesondere ausländischen Freiwilligen die Projektarbeit und das Leben in Deutschland. Über meinen Förderkreis sammel ich Spenden in Höhe von 1800,00 Euro, damit die Kosten, die nicht über "weltwärts" gedeckt sind, finanziert werden können.


Mit einer Spende von 5,00 Euro kannst Du einen Tag meines Freiwilligendienstes unterstützen. 5 Euro ist die Summe, die bei 1800,00 Euro für ein Jahr (365 Tage), täglich über Spenden finaziert werden muss. Wenn 365 Menschen einen kleinen Beitrag leisten, ist die Belastung für den Einzelnen gering.

Welchen Tag Du wählst, ist ganz Dir überlassen - vielleicht den eigenen Geburtstag, den Hochzeitstag oder den persönlichen Glückstag. Wer möchte kann mehrere Tage unterstützen. Über Deinen Tag erhälst Du von mir eine kleine Nachricht (z.B. eine kleine Geschichte, ein Foto) per Mail. Bitte kontaktier mich, um mir mitzuteilen, welchen Tag Du Dir ausgesucht hast.

Spendenkonto:

Kristina Becker
Postbank Hamburg
Kontonummer: 611203208
BLZ: 20010020
Verwendungszweck: Förderkreis, Name des Spenders

Alle Spenden werden an den ICJA überwiesen. Für jede Spende kann vom ICJA eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

Vielen, vielen Dank für Deine Unterstützung!

ICJA - meine Entsendeorganisation

Hier möchte ich Euch gern meine Entsendeorganisation mit Ihren eigenen Worten vorstellen. Wer mehr über den ICJA und seine Arbeit erfahren möchte, kann hier nachlesen.

"ICJA Freiwilligenaustausch weltweit leistet durch internationale Begegnungen und interkulturelle Bildung praktische Friedensarbeit und fördert gesellschaftspolitisches Engagement.

Seit 60 Jahren setzen sich Menschen für den Verein ICJA ein. Wir tun dies freiwillig und ehrenamtlich. Wir ermöglichen es jungen und älteren Deutschen ins Ausland zu gehen und dort in Projekten ehrenamtlich mitzuarbeiten. Genauso ermöglichen wir es Menschen aus aller Welt, das Gleiche in Deutschland zu tun.

Wir sind davon überzeugt, dass ein solches freiwilliges Jahr im Ausland eine enorm wichtige und bereichernde Lernerfahrung ist. Wer an unserem Programm teilnimmt, begegnet fremden Menschen, fremden Gebräuchen und fremden Dingen. Als Freiwilliger kann man diese Vielfalt erleben. Sie wird dadurch erst direkt erfahrbar und verändert das Welt- und Menschenbild jedes einzelnen.

Wir im ICJA, die wir die Erfahrung bereits gemacht haben, finden sie ungeheuer spannend, aufregend, reizvoll und positiv. Zumal weil sie auch die eigenen Werte in Frage stellen kann.

In der Mehrzahl der Programmländer werden die Teilnehmenden die Realität der globalen Ungleichheit kennenlernen. Armut ist in vielen Ländern offensichtlich. Globale Problemlagen werden auf lokaler Ebene erfahren. Somit fördern wir mit unserem Programm nicht nur Respekt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen, sondern möchten auch zu solidarischem Handeln für jenen unterprivilegierten Teil der Menschheit aufrufen, der mehrheitlich, aber nicht nur in den Ländern des Südens lebt.

Wir haben als Programmteilnehmende, Gastfamilien, Aufnahmeprojekte oder an anderer Stelle ähnliche Erfahrungen machen können. Aus diesem Grund engagieren wir uns jetzt beim ICJA dafür, dass auch in den kommenden 60 Jahren Freiwillige mit dem Verein verschickt werden können."

Montag, 18. Januar 2010

Der Beginn

Im Sommer 2010 werde ich mein Studium der Sozialarbeit/ Sozialpädagogik abschließen. Schon lange weiß ich, dass in einem anderen Land leben, arbeiten und mich sozial engagieren möchte, bevor ich in Deutschland als Sozialarbeiterin tätig sein werde. Ich bin neugierig auf die Welt, möchte eine andere Kultur und Sprache kennen lernen. Vor und insbesondere während des Studiums konnte ich Erfahrungen mit Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen, sammeln. Viele dieser Menschen werden von der Gesellschaft isoliert, was zur Folge hat, dass sie Ihre Interessen nicht mehr einbringen. Ich möchte Menschen mit sozial schwachem Hintergrund zeigen, dass sich andere für sie und ihr Leben interessieren. Ich möchte Ihnen mit Verständnis, Empathie und Zuneigung entgegentreten und sie darin bestärken für ihre Wünsche, unter Wahrung ihrer kulturellen Vielfalt, einzustehen, Rechte einzufordern und selbst aktiv zu werden.